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Eine Geschichte vom Glücklichsein

Wie geht Glücklichsein? Dieser Frage geht das kleine Walmädchen Gerda in Gerda, der kleine Wal: Eine Geschichte vom Glücklichsein nach. Adrián Macho gelingt ein herausragend illustriertes Kinderbuch mit einer herzerwärmenden Botschaft für kleine Leser auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt. Uns hat das Buch sehr berührt und wir bedanken uns recht herzlich beim Coppenrath Verlag für die Bereitstellung des Rezenzionsexemplars. [unbezahlte Werbung]

Eigentlich kann Gerda sich nichts Schöneres vorstellen, als ein kleiner Wal zu sein, der zufrieden mit seiner Familie durchs Meer schwimmt. Doch ihre Mutter bereitet sie mit dem Lied der Wale auf ihre bevorstehende Reise durch den Ozean vor, bei der sich Gerda wie alle anderen Wale an den leuchtenden Sternen orientieren soll, um ihren Platz in der Welt zu finden. Als es endlich losgeht, und sich Gerda mit der Meeresströmung auf den Weg macht, ist sie unsicher, woher sie denn wissen solle, ob sie an ihrem Ziel schon angekommen sei. Ist die Eisscholle mit den Pinguinen vielleicht das Ziel? Oder findet sie ihren Platz beim grummeligen Tintenfisch und seinen „Schätzen“? Auf ihrer Suche begegnet Gerda auch kreischenden Möwen sowie bedrohlichen, unfreundlichen Orcas, die ihr aber schließlich doch helfen, indem sie ihr vom weisen Narwal erzählen, der ihr bestimmt mit seinen Ratschlägen helfen könne. Wie genau jener Narwal Gerda unterstützt, und was ein gewisser Gerd mit Gerdas Glücklichsein zu tun hat, das erfahrt ihr auf den 32 ausgesprochen zauberhaft illustrierten Seiten.

Glück braucht Zeit. Es dauert bis man seinen Platz und sein eigenes Rezept für das persönliche Glück gefunden hat. Die ungewisse Suche danach dauert jedoch manchmal unträglich lange und man muss sich, so wie Gerda, etwas in Geduld üben und in sich hineinhorchen. Passt das für mich? Bin ich endlich angekommen? Adrián Macho und der Erzähler Erwin Grosche setzen dies fabelhaft in der Erzählung über Gerdas Suche nach dem Glück um, in dem sie mit Themen wie z.B. um Hilfe zu bitten und Hilfe anzunehmen, Akzeptanz erfahren und Ankommen dürfen, sowie sich selbst in anderen wiedererkennen können die Lebensrealität der kleinen Leser aufgreifen, die sich wiederum sehr gut mit den Situationen identifizieren können. Denn nicht nur für Gerda ergeben zum Schluß der Geschichte plötzlich die Worte aus dem Lied der Wal-Mama einen Sinn:

„Und plötzlich ist das Glück ganz nah,

du kannst es deutlich spühren.

Es kommt zu dir und ist dann da

und öffnet alle Türen.“

Adrián Macho, Gerda, der kleine Wal

Mein persönlicher Lieblingsmoment in der Geschichte ist die Stelle, an der Gerda feststellt, dass sie Hilfe braucht, da sie alleine nicht weiterkommt und der weise Narwal flüstert: „Manchmal braucht jeder Hilfe“. Das kann man nicht oft genug sagen und im Sinne von Self-Care auch nicht oft genug hören. Doch nicht nur inhaltlich ist Gerdas Geschichte ein Schatz. Neben der fantastischen Funkelcoverillustration finden sich viele weitere beeindruckende Bilder in dem Werk und wir haben uns vor allem in die Doppelseite mit den kreischenden Möwen sowie in die mit den Sternenbildern über der Eisscholle mit dem Polarbär verliebt.

Das Original wurde bereits 2018 unter dem Titel „Gerda. Story of the Whale“ veröffentlicht. Die deutschsprachige Ausgabe, erzählt von Erwin Grosche, erschien nun am 8. Januar beim Coppenrath Verlag. Mit der ISBN978-3-649-63525-3 ist diese fabelhafte Geschichte überall bestellbar. Empfohlen wird das Bilderbuch ab 3 Jahren. Aber auch für ältere Leser, die ihren Ort zum Glücklichsein noch nicht gefunden haben, ist die zauberhafte Geschichte um das liebenswerte Walmädchen Gerda höchst empfehlenswert.

Wir freuen uns jetzt schon auf den Herbst 2021, denn dann erscheint der zweite Band von Gerda, der sich thematisch dann mit Mutigsein beschäftigt.

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Twinkle, twinkle, little star

 

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{Werbung/unbezahlt} Vergangene Woche haben wir beim Stöbern im Buchladen ein wunderschön illustriertes Gutenachtbuch entdeckt und möchten es euch heute hier vorstellen und ans Herz legen. Der Sternenmann entstammt der Feder von Max von Thun, der ihn aus verschiedenen Liedern kreiert hat, die er eigens für seinen Sohn angedacht hatte.

Der kleine Sternenmann wohnt in einem Häuschen auf einem winzigen Planeten und ist dafür zuständig, abends die Sterne zum Leuchten zu bringen und danach am Himmel zu verteilen. Eines Abends jedoch merkt er, dass ein kleiner Stern am Himmel fehlt und macht sich augenblicklich auf die Suche nach ihm. Wo ist er? Warum ist er verschwunden? Ob der Sandmann, der Mondmann, eine Astronautin oder vielleicht die Sonne ihm helfen können, den kleinen Stern zu finden?

Unglaublich süß illustriert wurde die Geschichte von der Spanierin Marta Balmaseda, die einen kleinen Sternenmann zum Liebhaben entstehen lies und mit ihren Bildern zum Träumen verführt. Wunderbar! Wir lieben das tolle Häuschen des Sternenmanns mit der Veranda und auch sein kleines Gefährt ist fantastisch gemalt!

Der Sternenmann ist ein großartiges Gutenachtbuch mit einer guten Message für kleine Leute, die sich manchmal etwas zu klein oder zu unscheinbar fühlen.  Am Schluss des Buches ist der Text zu dem verträumten Gutenachtlied „Das Lied vom Sternenmann“ abgedruckt, welches auf http://www.arsedition.de/sternenmann zum download bereit steht.

Max von Thuns Suche nach dem kleinen Stern wurde im Sommer 2018 mit der ISBN 978-3-8458-2524-3 bei arsEdition veröffentlicht, und ist sehr empfehlenswert für kleine Kinder (ab 3 Jahren) und deren Eltern, die ein schönes Einschlafritual mit Lesen und leiser Musik suchen. ⭐