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Gewinnspiel zum Welttag des Buches

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Auch in diesem Jahr bietet der anstehende Welttag des Buches einen schönen Anlass, Bücher an euch zu verlosen. ❤ Ich habe drei verschiedene Lesepakete zusammengestellt, und ihr müsst euch hier oder auch auf meinem Instagram Kanal nur entscheiden, welches der drei tollen Lesepakete für unterschiedliche Altersstufen ihr gewinnen möchtet. [unbez. Werbung]

Für die kleinsten Bücherwürmchen enthält Paket 1 folgenden Lesestoff:

  • Daniel Kratzkes Paulinchen Mutkaninchen, ein stabiles Pappbilderbuch aus dem Magellan Verlag, ist ein sehr niedliches, ausdrucksstarkes Buch, welches ohne viel Text auskommt, und den kleinen Zuhören trotzdem die Angst vorm Dunkeln nimmt. Es gibt viel zu entdecken auf den farbenfrohen Seiten und das süße Stoffkaninchen hilft Kindern ab 24 Monaten, sich in seine Gefühlswelt hineinzuversetzen und die Angst zu besiegen.
  • Isabel Abedi erzählt von Samba tanzenden Mäusen, Mondscheinkarussellen und fliegenden Ziegen aus dem Loewe Verlag. Hierbei handelt es sich um einen ganz zauberhaften Erzählband mit außergewöhnlich fantasievollen Geschichten und fabelhaft illustrierten 153 Seiten, die jede Vorlesestunde zum Highlight werden lassen. Unser Favorit: Die Muschelkette.

Lesepaket 2 für Kinder zwischen 5 und 9 Jahren enthält:

  • Wickie und die starken Männer: Alle Mann an Bord! Ein Sammelband mit gleich drei spannenden Abenteuern aus dem Klett Lerntraining Programm. Geeignet für Erstleser zum Leselerntraining ab der 2. Klasse mit großer Fibelschrift, vielen Bildern und „Starke Fragen für helle Köpfe“ zum Überprüfen des Textverständnisses. Wir lieben die Ausgaben von Klett-Lerntraining und lesen sehr gerne darin.
  • Isabel Abedi erzählt von Samba tanzenden Mäusen, Mondscheinkarussellen und fliegenden Ziegen aus dem Loewe Verlag liegt auch diesem Paket bei. Denn auch für diese Altersstufe eignet sich der zauberhafter Erzählband für spannende Lese -oder auch Vorlesestunden.

In der Kategorie 14 bis 17 Jahre gibt es im Lesepaket 3

zwei tolle Bücher aus dem Oetinger Verlag zu gewinnen, die sich um Sorgen und Ängste dieser Altersgruppe drehen:

  • Was kann einer schon tun? von Peer Martin beschäftigt sich in vier fiktiven Gesprächen mit aktuellen Zukunftsängsten, mit denen sich junge Menschen auseinandersetzen müssen. Ein tolles, extrem lesenswertes Büchlein dass auf die Frage, ob alles verloren ist auf politische uns poetische Weise vielerlei Denkanstöße liefert.
  • #herzleer – Was ich noch sagen wollte ist eine wunderschöne Sammlung von acht Geschichten bekannter Autorinnen (Benkau, Gorelik, Heitmann, Olshan, Schoder, Stein, Weber, Zipse), die auf individuelle Weise über den Abschied einer großen Liebe erzählen und so den Themen Herzschmerz sowie Verlust geliebter Menschen widmen. „Wenn die Liebe geht und nur eine letzte Nachricht bleibt.“ Sehr lesenswert.

Jedem Paket liegt weiterhin eine tolle rote librix-Lesezeicheneule aus dem moses. Verlag bei. Formgestanzt mit aufwendiger Veredelung begleitet euch diese schöne Eule dann bei euren zukünftigen Leseabenteuern.

➡️ Wie könnt ihr gewinnen? Hier ODER auf Instagram bis einschließlich Donnerstag, den 23.4.2020, 22:00 Uhr diesen Beitrag

1. LIKEN ❤
2. SICHERGEHN, dass Ihr mir folgt 👍🏼
UND
3. KOMMENTIEREN mit eurem Wunschpaket (also Paket Paulinchen, Paket Wickie, Paket Was? & #herzleer)
🍀schon hüpft ihr in den Lostopf!🍀

Über ein Teilen des Beitrags freue ich mich natürlich und wünsche euch viel Glück! 🙃

Mitmachen dürfen alle ab 18 Jahren, die ihren festen Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben. Die Gewinner [je 1 Paket] werden nach Ablauf des Gewinnspiels per E-mail oder Direktnachricht über ihren Gewinn informiert. Falls sich ein Gewinner nicht innerhalb einer Woche nach Benachrichtigung meldet, wird das Buchpaket unter allen anderen Teilnehmern neu verlost. Die Bücher sind selbst gekauft. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Habt ein erholsames Wochenende und passt gut auf euch auf!

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Bookish gift for first-grade students

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Last week’s Christmas surprise for first-grade students: a book bag filled with bookish goodies and a book with a wonderful story about a smart robot called Sam who befriends a boy named Jakob. Great story! ❤ [unpaid ad]

Visit my instagram account @ mis_libros_abiertos for photos of the content.🙂

[unbeauftragte Werbung / Bücher selbst gekauft]
🇩🇪 Letzte Woche gab es für die Erstklässler eine coole Lesetüte zu Nikolaus! Prall gefüllt mit bookish goodies und der wunderschönen Geschichte vom witzigen Roboter Sam, einer coolen und menschlich anmutenden smart machine und seiner Freundschaft zu Jakob, dem Sohn seines Erfinders. Roboter Sam der beste Freund der Welt ist eine tolle Geschichte mit Tiefgang von Frauke Nahrgang und liebenswerten Illustrationen von Markus Spang. Erschienen im Ravensburger Verlag und sehr empfehlenswert.
Weitere Highlights der Tüte waren laut erstem Schülerfeedback die Etiketten von Die Schule der magischen Tiere vom Carlsen Verlag und das coole Frühstücksbrettchen mit der Aufschrift „Wir sind Grundschulhelden“ von Westermann. Beide Freebies habe ich dankenswerterweise von den Verlagen auf der Frankfurter Buchmesse erhalten. MERCI ❤

Habt einen schönen Tag und denkt daran: Kinder brauchen Bücher! 😘📚

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Kulturgut Handschrift

 

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Es ist schon bizarr, welche grundlegenden Änderungen in Grundschulen als progressive Lernstrategien und Wunderwaffen angepriesen und ohne jeglichen sichtbaren Lernerfolg durchgezogen werden. Die vereinfachte Ausgangsschrift dient vielen hier als Paradebeispiel. Ich arbeite mit jungen Erwachsenen, und in letzter Zeit sind die handschriftlichen Arbeiten merkbar schlechter geworden – teils so konfus und unleserlich, dass es nicht nur auf Seiten der Lehrer für Frustration sorgt.

(Werbung/selbst gekauft)

Wer nicht schreibt, bleibt dumm: Warum unsere Kinder ohne Handschrift das Denken verlernen von Maria-Anna Schulze Brüning und Stephan Clauss hatte ich schon etwas länger auf meiner Wunschliste, und zwischen den Jahren habe ich es endlich geschafft, mich diesem Buch aus dem Piper Verlag zu widmen. Einige der abgedruckten Schriftprobern erinnern mich sehr stark an das unharmonsiche „Gekrakel“ aus meinem Arbeitsalltag, und da ich mir vorher nie viele Gedanken über Grundschuldidaktik machen musste, bin ich zwar heilfroh wenigstens den Grund für diese seltsamen Buchstabenverknüpfungen zu kennen, aber auch zutiefst erschüttert, mit welcher Vehemenz die Vereinfachung hier ohne erkennbaren Erfolg durchgezogen und beibehalten wird.

Sehr lesenswert fand ich vor allem die beiden Kapitel Die Tücken der vereinfachten Ausgangsschrift und Wie können Lehrer und Eltern Kinder beim Verbessern der Handschrift unterstützen?, da beide für Eltern eine wirklich sinnvolle Hilfestellung bieten. Gelungen ist auch der Ansatz, die Schülermeinung mit zu transportieren, und die Analyse einer Schülerbefragung einzubauen. Wenn selbst „47% aller befragten Schüler […] sich für die Schreibschrift aussprechen“ dann sollte man darüber nachdenken, diese auch weiterhin grundlegend und vor allem sorgfältig zu unterrichten.

„Die Handschrift ist in der Grundschule unverzichtbar. Sie muss die Nummer eins sein in der didaktischen Reihenfolge, weil mit ihr die Spuren fürs Schreiben gelegt werden, die erst danach effektiv digital umsetzbar sind. Und da reicht es nicht, ‚ein bisschen Handschrift‘ zu erlernen, sondern das Fundament des Schreibens muss sorgfältig gelegt werden.“  S. 258

Eigentlich ein sehr sinnvoller Ansatz und unverständlich, dass das Offensichtliche hier von vielen Verantworlichen nicht erkannt und somit nicht gefördert wird. Folgendes Zitat aus dem Buch möchte ich auch noch teilen, denn es fasst die Wichtigkeit der eigenen Handschrift als Werkzeug zum Erfolg sehr treffend zusammen:

„Der handgeschriebene Text stellt für Kinder zu Schulbeginn den ersten sichtbaren Erfolg aktiven schulischen Kompetenzerwerbs dar und erschliesst das wichtigste Medium des Lernens — Gedanken in Schrift festzuhalten. Das Schreibenlernen ist der allererste Schritt zu einem autonomen, selbstbestimmten Handeln, und die Handschrift legt die neuro-kognitiven Strukturen für die individuelle, textliche Informationsverarbeitung an. Sie ist das Fundament des Lernens.“    S.292f

Ich habe bei der Lektüre dieses Buches  ganz offensichtlich meine echo chamber nicht verlassen, habe also meine eigene Meinung zu diesem Thema bestätigt bekommen. Trotzdem habe ich viele wervolle Denkanstöße erhalten, und fand viele Hintergrundinformationen zum Erwerb der Handschrift. Ich empfehle dieses Buch allen Menschen, die im Gebiet Schrift- und schulischem Kompetenzerwerb tätig sind, sowie allen Eltern, denen die Handschrift ihrer Kinder nicht egal ist, und die ihre Kinder fördern möchten. Wer den Verlust der Handschrift mit fortschreitender Digitalisierung erklären möchte, hat den Zusammenhang zwischen Schreiben, logischem Denken und Langzeitgedächtnis nicht zu genüge verstanden und sollte dringend die neueren Studien zu diesem Thema noch einmal zu Gemüte führen. Es geht nicht darum zu sagen „entweder Digitalisierung oder Handschrift“, sondern eher darum, durch eine gründlich gelernte Handschrift eine belastbare Lerngrundlage zu schaffen, um den Herausforderungen eines digitalen Lernumfelds später auch gewachsen zu sein.

„Eine gute Handschrift erzeugt aber nicht nur eine positive Wirkung beim Leser oder Adressaten, sondern auch beim Schreiber selbst. Sie verleiht Selbstbewusstsein, und ihre Ausbildung bringt Kompetenzen mit sich, die über das Handschreiben selbst hinausgehen: ‚Children who can write well have improved confidence and self-esteem, increased concentration, improved academic performance and increased ability to express themselves creatively.‘ (Blowes et al. 2009)“ S. 253f

Habt ihr eine andere Sichtweise oder sogar nachweislich positive Erfahrungen mit der vereinfachten Ausgangsschrift gemacht? Dann freu ich mich von euch zu hören.

Habt ein schönes Wochenende!

Ciao!

 

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Wut ablassen

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Letztes Jahr hatte ich im Kindergarten ein unglaublich ernüchterndes Erlebnis: auf die direkte Frage, wie die Erzieher denn bei Wutanfällen auf die Kinder eingehn, beziehungsweise in der Gruppe damit umgegangen wird, kam als Antwort nur ein Schulterzucken und die Aussage, dass die Kinder sich ja irgendwann wieder einkriegen. Auf die spezielle Frage, ob denn gewisse Spiele und Rituale zum Umgang mit Wut Anwendung finden, kam gepaart mit leerem Blick ein entsetztes „Spiele?!“ zurück. Das sind die Momente, in denen man sich als Elternteil nicht nur unglaublich hilflos fühlt, sondern auch selbst die eigene Wut extrem kontrollieren muss. Nun wäre ich ja davon ausgegangen, dass der spielerische Umgang mit Gefühlen bzw. auch das Lernen von Kontrollmechanism nicht nur zu Hause stattfindet, sondern auch zum alltäglichen Handwerkszeug von Erziehern gehört. Sehr wahrscheinlich ist das auch so, und ich bin einfach in besagtem Moment nur an die falsche Person geraten. {Werbung/Rezensionsexemplar}

Nichtsdestotrotz ist mir dieses wirklich schlimme Gespräch im Gedächtnis geblieben, und ich würde gerne allen Menschen, die mit Kindern zu tun haben, ob Azubi oder langjährige Kraft in einer Kita, zusätzlich zu dem Anfang letzen Jahres hier vorgestellten Nie mehr blind vor Wut auch dieses geniale Werk Wut ablassen ohne wehzutun von Renate Lohmann-Falkner empfehlen. Das 119 Seiten starke Buch aus dem Don Bosco Verlag ist bereits 2013 erschienen, und bietet neben einer verständlichen Einführung zum Umgang mit Wut auch vier verschiede Spielkategorien zum Umgang mit Aggression und Zorn an. Somit bildet es ein wertvolle Bereicherung für den Kita- und Grundschulalltag, aber auch für Eltern von 4- bis 8-jährigen  Kindern, die sich im Verarbeiten besagter Gefühle schwertun.

Aufbau:

Im ersten Teil des Buches, der Einführung zum Umgang mit Wut, gibt es zwei Kategorien: zum einen geht es um die Bedeutung der Erzieherpersönlichkeit gefolgt von Erläuterungen des Erzieherinnen-Kind-Gefüges. Beide Kapitel schaffen eine gute Basis, um Wut generell sowie kindliche Wut im Besonderen zu verstehen, in Zusammenhang mit der eigenen Wut zu sehn, und durch das Wissen eine kompetente und professionelle Weise im Umgang mit kleinen Wüterichen zu gelangen.

Besonders interessant finde ich die Aufschlüsselung in vier Wuttypen, die es zu unterscheiden gilt. Sie erleichtert den angebrachten Umgang mit Steuermechanism, und es ist durchaus lohnenswert, ab und an mal einen Schritt zurück zu machen und sich diese grundlegenden Typen zu vergegenwärtigen.

Im zweiten Teil, Spiele zum Umgang mit Aggression und Zorn, gibt es vier Kategorien:

  • Spiele zum Wut ablassen
  • Kooperative Spiele mit viel Bewegung
  • Spiele zum Entspannen, sowie
  • Ganzheitliche Spiel- und Bewegungsgeschichten

In der ersten Kategorie, Spiele zum Wut ablassen, finden wir das Geschicklichkeitsspiel Klammerkrebse ganz wunderbar: 20 Wäscheklammern organisieren, und los geht’s! Aber auch Rodeo (zum ‚Loswerden‘ eines Kontrahenten), Kleiner Fisch (Erleben von Gruppensolidarität) und ganz besonders auch das tolle Roboter, bei dem Zusammenstöße verhindert werden müssen, sind empfehlenswert.

Das Endlosspiel Tyrannosaurus Rex ist den vielen tollen kooperativen Spielen mit viel Bewegung der Renner! Zum einen sind Dinosaurier ein schwer angesagtes Thema, und zum anderen geht es bei dieser Hetzjagd richtig wild zu. Ein Riesenspaß! Es zählt, sich selbst in Sicherheit zu bringen, aber auch anderen Hilfestellung zu leisten. Ein weiterer Liebling hier ist Riesenkrake.

Bei den Entspannungsspielen ist Frau Holle mit dem Ziel Stille und Konzentration unser momentaner Favorit. Es ist effektiv, macht Spass, funktioniert auch auf kleinem Raum, und alles was man zusätzlich an Material braucht ist ein Wattebausch. Aber auch das Sternschuppen Spiel und Schneckenhaus finden wir prima!

Im Land der tausend Säulen ist eine herausragend gute ganzheitliche Spiel- und Bewegungsgeschichte, bei der es um die Erforschung eines von der NASA neu entdeckten Planeten geht. Man braucht zwar viel Platz dafür aber es macht unglaublich viel Spass, und die Kinder haben viele Möglichkeiten, sich in wechselnden Rollen selbst zu erfahren, Sinne zu erspüren, Eigeninitiative zu zeigen, ihr Selbstwertgefühl zu steigern und ihrer Kreativität und Phantasie freien Lauf zu lassen!

„Spätestens durch die Gehirnforschung wissen wir gesichert, dass Kinder nicht linear denken (was die Mehrzahl der Förderprogramme fordert). Kinder sind Querdenker. Sie lernen im Spiel am leichtesten, vor allem am nachhaltigsten. Im Spiel erfahren sie sich über alle ihre sieben Sinne, über ihre Gefühle und über Bewegung. Diese pädagogische Sichtweise wird als Ganzheitlicher Ansatz bezeichnet. Er wurde und wird immer wieder von Erziehungswissenschaftlern und Entwicklungspsychologen gefordert, denen eine kindgemäße Entwicklungsbegleitung und Förderung der Kinder ein Anliegen ist. “

– Renate Lohmann-Falkner

Wut ablassen ohne wehzutun (ISBN 978-3-7698-1981-6) ist eine höchst empfehlenswerte Hilfestellung für Eltern, Erzieher und Grundschullehrer, die kleinen Menschen in ihrem Zorn- und Aggressionswirrwarr eine spielerisch hilfreiche und konstruktive Stütze sein möchten.

Wir bedanken uns recht herzlich beim Don Bosco Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar dieser wunderbaren Sammlung an Tipps und Spielen. Dieses Buch sollte wirklich allen Fachkräften in jeder Kita und jeder Grundschule zur Verfügung stehen.

 

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Der kleine Häwelmann

Der kleine Häwelmann

Der kleine Häwelmann

Es gibt nichts Schöneres, als sich mit den Kindern abends von Märchen in eine magisch-wundervolle Welt entführen zu lassen. Auf unsere gemeinsame abendliche Vorlesezeit freue ich mich mindestens immer genauso doll wie die beiden Kleinen. „Ich bin aber noch gar nicht müde!“ ist ein Ausruf, den alle Eltern nur zu gut kennen und wenn unsere Kleinen noch nicht schlafen wollen, lesen wir immer gemeinsam, bis den Minis die Augen zufallen. Wir haben zwar kein Rollenbettchen, welches hin und her geschoben werden kann, aber die Thematik des aktiven Kindes, das sich gegen das Einschlafen wehrt, bleibt die Gleiche.

Gerne entdecken wir natürlich auch neue Ausgaben und Auflagen verschiedener Märchen, und so haben wir uns sehr gefreut, dass die fast 170 Jahre alte Geschichte Der kleine Häwelmann diesen Herbst in einer traumhaft schönen Neuauflage als Mini-Bilderbuch beim Don Bosco Verlag erschienen ist. Wir danken dem Don Bosco Verlag ganz herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Wer kennt ihn nicht, Theodor Storms Häwelmann, der nicht einschlafen kann und immerzu in seinem Bettchen hin und her gerollt werden möchte? Susanne Brandt hat dem Märchen mit ihrer Bearbeitung neuen Charme eingehaucht. Gerahmt von Petra Lefins fantastischen Illustrationen nimmt die Erzählerin den Leser auf ganz sanfte Weise mit auf Häwelmanns traumhaft schöne Reise auf dem Mondstrahl durch das Schlüsselloch auf die Straße, zum Hahn auf dem Kirchturm, durch den Wald hinauf zu den Sternen. Könnt ihr euch noch daran erinnern, was mit Häwelmann passiert, als der Mond und die Sterne vom Nachthimmel verschwinden und die Sonne aufgeht? Wenn nicht könnt ihr es in dieser sprachlich sowie optisch wirklich hervorragend gelungenen Ausgabe nachlesen. Die Energie des immerzu fordernden und unersättlichen Häwelmann zieht einen förmlich auf jeder Seite in den Bann.

„Rolle, rolle — hin und her, immer weiter, mehr und mehr.

Rolle, rolle — her und hin, weil ich noch nicht müde bin.“

Empfohlen wird das geheftete Minibuch für die Alterspanne von 3 bis 8 Jahren und kann unter oben genanntem Link  – oder auch mit ISBN 978-3-7698-2388-2 in deinem lokalen Lieblingsbuchladen – bestellt werden. Unter oben genanntem Link bietet der Don Bosco Verlag außerdem eine Leseprobe an, falls ihr direkt mal reinschauen wollt.

Ich lege dieses liebevoll gestaltete Büchlein zum einen allen Erziehern und Erzieherinnen sowie Grundschullehrkräften ans Herz, die noch nach einer kleinen aber feinen (und nicht zu teuren!😉) Weihnachtsüberraschung für die Kinder in ihrer Gruppe bzw. Klasse suchen. Aber auch allen Eltern, die gerne unterwegs lesen und dafür auf der Suche nach besonders hochwertigen Minibüchern mit fabelhaften Illustrationen sind. Haptisch und optisch ist diese Ausgabe wirklich sehr schön, und wir lieben die abgerundeten Ecken!

Tipp für Erzieherinnen/Erzieher sowie Grundschullehrkräfte:

Wie für das von mir im Oktober 2017 unter folgendem Link empfohlene Minibüchlein Die Geschichte von Martin Luther gibt es für Der kleine Häwelmann die bezaubernden Illustrationen auch als Erzählkarten für das Kamishibai (Erzähltheater).

Habt eine schöne Woche!🍁🍃🍂

Bis bald 😘

{Werbung / Rezensionsexemplar / Verlinkung}