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Mein liebstes Märchenbuch

 

“Märchen sind mehr als wahr: nicht, weil sie sagen, dass Drachen existieren; sondern weil sie lehren, dass man Drachen besiegen kann.“  G.K. Chesterton, engl. Schriftsteller

 

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Meine schönsten Erinnerungen an Bücher in Kindheitstagen sind eigentlich immer mit den bezaubernden Illustrationen von Felicitas Kuhn verbunden. Von Klein auf haben mich ihre Bebilderungen berührt und das Jahr hindurch in vielerlei Büchern begleitet und begeistert. Ich habe diese Bücher geliebt, und meine ersten Malversuche orientierten sich sehr stark an ihren niedlichen Figuren.

In der Kinderbuchforschung werden Kuhn’s Zeichnungen seit ewigen Jahren belächelt. Man spricht ihr den künstlerischen Anspruch ab, und verweist auf den übermässigen Einsatz des Kindchenschemas. Trotzdem sind die von ihr illustrierten Werke sowohl bei Kindern als auch bei Eltern wohl gerade deshalb sehr beliebt. Dafür sprechen die seit Jahrzehnten immer wieder erscheinenden Neuauflagen. Und mal ganz ehrlich: Wenn es die Kinder anspricht, und das tun die anmutigen Märchenfiguren auf jeden Fall, dann hat Felicitas Kuhn doch ins Schwarze getroffen.

Meine schönsten Kindermärchen, erschienen im Schwager & Steinlein Verlag, ist mir letzten Sommer zufällig beim Stöbern im Buchladen in die Hände gefallen, und ich fühlte mich sofort in meine Kindheit zurückversetzt.

Die von Gisela Fischer, Bianca Bauer-Stadler und Regina S. Roßdeutscher nacherzählten Märchen leben durch die herzlichen, farbenfrohen Illustrationen von Felicitas Kuhn auf und beflügeln die Fantasie der kleinen Mitleser nachhaltig. Immer wieder gerne lesen wir in diesem Buch und betrachten gemeinsam die wunderbaren Illustrationen.

Folgende Märchen sind in Meine schönsten Kindermärchen enthalten:

1.) Der Froschkönig

2.) Rapunzel

3.) Rotkäppchen

4.) Die Prinzessin auf der Erbse

5.) Däumelinchen

6.) Die kleine Meerjungfrau

7.) Brüderchen und Schwesterchen

Außerordentlich empfehlenswert für alle kleinen Zuhörer und Leser ab 3 Jahren. Ich wünsche euch märchenhaft schöne Lesestunden!

Welches Kinderbuch habt ihr als Kind ins Herz geschlossen und warum? Verratet ihr es uns über die Kommentarfunktion?

 

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Halli Hallo Opilio!

IMG_3230Ahhhh… herrlich. Die Sonne scheint vom knallblauen Himmel und die wärmenden Sonnenstrahlen locken alle ins Freie: die Lieblingsmensch-Pärchen laufen noch verliebter händchenhaltend durch die Gegend, die Hundehalter gehen mit ihren Vierbeinern gerne eine zweite oder dritte Runde um den Block, die hippen Mamas und Papas bugsieren die high-tech Kinderwägen extra schwungvoll durchs Grüne, und die in lockere Funktionskleidung eingehüllten Lieblingswichtel sind aufs Äußerste fasziniert von der an allen Ecken und Enden explodierenden Natur. Überall gibt es Neues zu entdecken und ausnahmslos jeder macht sich sonnenhungrig auf eine persönliche Entdeckungstour durch die erwachende Natur.

So auch die kleinen Weberknechte. In Carli Kalinowskis mit erfrischender Leichtigkeit erzählten Geschichte Opilio wipp-hopp über den neugierigen Weberknecht Opilio dürfen wir diesen an einem sonnigen Frühlingstag auf seinem unfreiwillig langen Ausflug begleiten. In der näheren Umgebung der alten Hütte gibt es so einiges zu erleben und zu lernen. Ehe er sich versieht, hat er seine Geschwister verloren, und muss alleine den Weg zurück nach Hause finden. Auf Steinhaufen, über Mauern und Baumstümpfe, an Pfützen vorbei kreuzen viele verschiedene Spinnenarten seinen Weg. Wer ist mit ihm verwandt?  Wer kann ihm helfen, seine Familie wiederzufinden?

Opilio wipp-hopp ist ein herrlich unaufdringliches und wunderbares Buch. Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober darüber gestolpert  (hier nochmal ein dickes DANKESCHÖN), und es wurde nun wirklich auch allerhöchste Zeit, diesen großartigen Fund mit euch zu teilen.

Neben dem Spaß an der Geschichte und die Freude an den Illustrationen lernen Kinder verschiedene Spinnenarten von einander zu unterscheiden, und dass man vor allem vor den Weberknechten, die ja genau genommen keine Spinnen sind, keine Angst zu haben braucht.  Auf Grund der lustig-kecken Illustration gehen sie unvoreingenommen an die doch allgemein recht angstbehaftete Spinnenthematik heran. Durch den Niedlichkeitsfaktor baut Opilio in sekundenschnelle alle Barrieren ab und lädt den Leser dazu sein, sich auf die Spinnentiere des Buches einzulassen. Sehr zu empfehlen ist das Büchlein deshalb besonders auch für Mamas, die ein Interesse daran haben, ihre  eigene Arachnophobie nicht auf die Kinder zu übertragen.

Am Ende des Buches bildet eine von der Autorin verfasste Kurzinfo über Weberknechte einen tollen Abschluß. Dieses Extra trägt zu einem vollständigen Lese- und Lernerlebnis bei und so punktet das Buch durch eine stimmige Erscheinung im Format und den fröhlichen Illustrationen, sowie natürlich durch den sympathisch-süßen Titelhelden, der zu den Lieblingen in unserer Kinderbibliothek aufgestiegen ist. Opilio wipp-hopp ist echt tipptopp!

Empfohlen von 4 bis 7 Jahren und das sehen wir genauso. Weiterhin erhältlich ist auch der zweite Band Opilio wipp-hopp und die Rettungsaktion,  sowie die englische Übersetzung des ersten Bandes: Opilio long-legs.

Sobald ihr das Buch gelesen habt, würde ich mich im Kommentarbereich über ein Feedback mit euren Erfahrungen zur Spinnenthematik in Kinderbüchern freuen.

Bis dahin, ein tolles (hoffentlich) sonniges Frühlingswochenende! Und vielleicht begegnet ihr auf eurem Spaziergang gemeinsam mit euren Kindern dem kleinen Opilio, oder einem seiner 18 Geschwister!

Ciao!

 

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Go figure! Children prefer to read paper books

I knew it! I am also fully aware of the fact that this does not come as a big surprise to many of you, but I still want to share this insightful article with you. It was published on The Conversation Australia on March 10, 2017. Enjoy!

Children prefer to read books on paper rather than screens

 

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Children may actually prefer reading books the traditional way.
from http://www.shutterstock.com
Margaret Kristin Merga, Murdoch University and Saiyidi Mat Roni, Edith Cowan University

 

There is a common perception that children are more likely to read if it is on a device such as an iPad or Kindles. But new research shows that this is not necessarily the case. The Conversation

In a study of children in Year 4 and 6, those who had regular access to devices with eReading capability (such as Kindles, iPads and mobile phones) did not tend to use their devices for reading – and this was the case even when they were daily book readers.

Research also found that the more devices a child had access to, the less they read in general.

It suggests that providing children with eReading devices can actually inhibit their reading, and that paper books are often still preferred by young people.

These findings match previous research which looked at how teenagers prefer to read. This research found that while some students enjoyed reading books on devices, the majority of students with access to these technologies did not use them regularly for this purpose. Importantly, the most avid book readers did not frequently read books on screens.

Why do we think children prefer to read on screens?

There is a popular assumption that young people prefer to read on screens. This was mainly driven by education writer Marc Prensky who in 2001 coined the term “digital natives”. This term characterises young people as having high digital literacy and a uniform preference for screen-based reading.

But young people do not have a uniform set of skills, and the contention that screens are preferred is not backed up by research.

Despite this, the myth has already had an impact on book resourcing decisions at school and public libraries, both in Australia and in the US, with some libraries choosing to remove all paper books in response to a perceived greater preference for eBooks.

But by doing this, libraries are actually limiting young people’s access to their preferred reading mode, which in turn could have a detrimental impact on how often they choose to read.

Young people are gaining increasing access to devices through school-promoted programs, and parents face aggressive marketing to stay abreast of educational technologies at home.

Schools are motivated to increase device use, with Information and Communication Technology being marked as a general capability to be demonstrated across every subject area in the Australian Curriculum.

The drivers toward screen-based recreational book reading are strong, but they are not well-founded.

Why are students more likely to prefer paper books?

Reading on devices through an application leaves more room to be distracted, allowing the user to switch between applications.

For students who already experience difficulty with attention, the immediate rewards of playing a game may easily outweigh the potentially longer-term benefits of reading.

Digital literacy could also be an issue. In order to use a device to read books, children need to know how to use their devices for the purpose of reading books.

They need to know how to access free reading material legally through applications such as Overdrive or websites such as Project Gutenburg.

Tips for encouraging your child to read

Research shows that reading books is a more effective way to both improve and retain literacy skills, as opposed to simply reading other types of text. Yet international research suggests that young people are reading fewer and fewer books.

While equipping children with devices that have eReading capability is unlikely to encourage them to read, there are a number of strategies, supported by research, that can help encourage children to pick up a book. These include:

  • Be seen to enjoy reading. This study found that a number of students did not know if their literacy teachers actually liked reading. Teachers who were keen readers inspired some students to read more often and take an interest in a broader range of books.
  • Create (and regularly access) reading-friendly spaces at home and at school. Loud noises, poor lighting and numerous distractions will not help provide an enjoyable reading experience, and are likely to lead to frustration.
  • Encourage regular silent reading of books at school and at home. Giving children time to read at school not only encourages a routine of reading, but it also may be the only opportunity a child has to read self-selected books for pleasure.
  • Teachers and parents should talk about books, sharing ideas and recommendations.
  • Continue to encourage your child and students to read for pleasure. While we know that children tend to become disengaged with books over time, in some cases this can be due to withdrawal of encouragement once children can read on their own. This leads children to falsely assume that reading is no longer important for them. Yet reading remains important for both children an adults to build and retain literacy skills.
  • Find out what your child enjoys reading, and support their access to books at school and at home.

Margaret Kristin Merga, Lecturer and Researcher in Adolescent Literacy, Health Promotion and Education, Murdoch University and Saiyidi Mat Roni, Lecturer, Edith Cowan University

This article was originally published on The Conversation. Read the original article.